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Raiffeisenbank Aegerital-Sattel

Umbau Raiffeisenfilialen Unterägeri und Sattel | 3. Preis selektiver Wettbewerb, 2018



Der orthogonalen Struktur der bestehenden Räume wird eine mäandrierende Raumfigur eingeschrieben - Beratungszimmer, bestehende Kerne und Nebenräume formen und strukturieren als Raumzellen zusammengefasst den fliessenden Raum und bilden Nischen und Zonen aus. Die so entstandenen „Ausweitungen“ erhalten unterschiedliche Eigenschaften und nehmen die Nutzungen und in sich auf; In den Kundenbereichen sind dies der Eingangsbereich, informelle Bereiche für Besprechungen sowie die Büroarbeitsplätze als Teil des offenen Gefüges. Die abgerundete Formensprache unterstützt den flexiblen Charakter der offenen Kundenbereiche, harte räumliche Übergänge werden vermieden. Stellenweise entstehen vielfältige Blickbezüge über die zusammenhängenden Raumsequenzen, wodurch der Raum in seiner ganzen Grosszügigkeit spürbar bleibt. Die Bank wirkt für Kunden und Mitarbeiter offen (betretbar) und transparent, die von Raiffeisen gelebten Werte werden bildlich und inhaltlich verortet und in Architektur umgesetzt.


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Verfahren: selektiver Wettbewerb 2017
Auszeichnung: 3. Preis
Kategorie: Umbau Bankfiliale
Bauherrschaft: Raiffeisenbank Aegerital
Organisator: Raiffeisenbank Schweiz
Team: Roger Gerber und Severin Odermatt




Architektonische Absicht

Eine der tragenden Ideen des Entwurfes ist es, alle Eingriffe an den beiden Standorten durch eine übergeordnete räumliche Strategie in Beziehung zu bringen. Gleichzeitig sollen die neuen Räume / Oberflächen auf die unterschiedlichen Architektursprachen der beiden Gebäude abgestimmt sein und es sollen helle, grosszügige und einladende neue Räumlichkeiten entstehen, welche den heutigen Beratungskonzepten der Raiffeisenbank gerecht werden.

Standort Sattel

Am Standrot Sattel wird die Idee in bescheidenem Rahmen umgesetzt. Eine möglichst grosszügige Lösung wird angestrebt, indem die Arbeitsplätze, der Empfang und die Kundenzone zusammengefasst, in einem Raum untergebracht werden. Durch eine neue Öffnung in der Fassade und die verglasten Beratungszimmer entstehen neue Raumbeziehungen und eine gewisse Grosszügigkeit. Die Oberfläche der «inneren Haut» / Kundenzone wird adäquat zum bestehenden Gebäude entsprechend in wellenartigen, gefrästen Massivholzelementen alsgebildet.

Standort Aegeri

Das Konzept einer «inneren Haut» / Abwicklung in der Kundenzone findet an allen Standorten seine Anwendung – bezüglich Materialisierung werden jedoch unterschiedliche Materialien spezifisch für die Standorte Ägeri und Sattel vorgeschlagen. Am Hauptsitz in Unterägeri zeichnet eine fein reliefierte und gewellte Haut aus Glas und Metall die offene Raumfigur nach. Durch die Repetition der wellenartigen Oberfläche, die Transparenz und die Reflektionen entsteht eine repräsentative Atmosphäre und die Kontinutität der raumfassenden Oberfläche wird hervorgehoben. Die wellenförmigen Glasflächen brechen das einfallende Tageslicht, es entsteht eine Art Filter durch das Material selbst, ohne eine zusätzlich applizierte «Filterschicht». Die Nischen und Bereiche, welche nicht direkt an der Fassade zu liegen kommen profitieren vom Tageslicht, welches über die Besprechungszimmer durchschimmert – die Diskretion bleibt aber durch die optische Verzerrung und die Spiegelung gewahrt. Durch partielle Auflösung der heutigen, zellenartigen Bürostruktur findet das übergeordnete Raumkonzept auch im Bürogeschoss seine Anwendung. Dort entstehen neue offene Bereiche für die drei Mitarbeiterteams, welche sich als zusammenhängendeRaumfigur um die geschlossenen Besprechungsbüros von Fassade zu Fassade bewegen.







| Axonometrie Hauptfiliale Aegeri
Axonometrie Hauptfiliale Aegeri
| Grundriss Hauptfiliale Aegeri
Grundriss Hauptfiliale Aegeri
| Axonometrie Bürogeschoss
Axonometrie Bürogeschoss
| Grundriss Bürogeschoss
Grundriss Bürogeschoss
| Grundrisse Beratungs-, und Sitzungsbereich
Grundrisse Beratungs-, und Sitzungsbereich